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Hart, aber fair
Sieben wichtige Tipps zum Umgang mit Carbon-Bikes
Die besten Tipps bei Pannen auf Tour
Boxenstopp
Die perfekte Pflege: So strahlt Ihr Bike wie neu
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8 Race-Hardtails im Test
Über alle Berge
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Goldene Zeiten

Auf den folgenden Seiten lesen Sie alles über Bike-Equipment, -Bekleidung und -Pflege für den Herbst. Damit auch Sie sagen: Dies ist die schönste Jahreszeit für Biker!


Media-Show: Kurz-Wäsche – In fünf Schritten zum perfekt gepflegten Bike

Bike Wäsche

Bike-Wäsche

Bike-Wäsche

Bike-Wäsche


Der 22. September 2008 markiert für Biker ein ganz wichtiges Datum: An diesem Tag beginnt der kalendarische Herbst – für viele die schönste Zeit des Jahres, um mit dem Bike die letzten Trail-Kilometer zu sammeln, ehe Väterchen Frost das Regiment übernimmt.

Zu keiner anderen Jahreszeit bietet die Natur ein derart spektakuläres Schauspiel bei vergleichbarer Farbenpracht: Die tiefer stehende Sonne wärmt jetzt gerade noch genug, um Biker sanft durch die in allen Farben schimmernden Wälder zu tragen, der Lärm des Alltags lässt sich nie besser verdrängen als bei dem Geräusch von raschelndem Laub, das von Stollenreifen aufgewirbelt wird. Kurzum: Gerade jetzt gehören Biker nach draußen!

MountainBIKE nimmt dies zum Anlass, das Biken im Herbst in all seinen faszinierenden Facetten zu beleuchten. So steht am Anfang die Frage, wie genau das perfekte Herbst-Bike aussehen muss, damit Spaß und Sicherheit gleichermaßen berücksichtigt sind. Welche speziellen Reifen garantieren maximalen Grip auf feuchtem Untergrund? Machen Schutzbleche wirklich Sinn? Oder: Mit welcher Beleuchtung sind Nachtbiker am sichersten unterwegs?

Mit beispiellosem Aufwand hat MB der Frage nachgespürt, welche Kleidung im Herbst vor Wind und Wetter schützt. Die Antwort: Biker, die sich mit Köpfchen einkleiden, sind perfekt auf jedwede Wettersituation unterwegs vorbereitet.

Falls Sie noch Fragen zur richtigen Bike-Pflege im Herbst haben, werden diese spätestens mit unseren Wasch-Tipps beantwortet. Sie sehen: MB bereitet Sie perfekt auf goldene Touren vor. Und jetzt: raus mit Ihnen!

Noch mehr Expertentipps:

Auf der nächsten Seite: » So sieht das perfekte Herbst-Bike aus


10.09.2009 © MountainBIKE Ausgabe 10/2008

Hart, aber fair

Starre Hinterbauten sind noch lange nicht out! MB zeigt die Faszination Hardtail – und 13 Bestseller.


Media-Show: Hardtails: 13 Bestseller ab 1.400 Euro im Test

BMC Team Elite TE03

Bulls Bushmaster 1

Carver Pure 170

Centurion Backfire Ultimate XT 2


16 Hersteller waren eingeladen, 13 Bikes stellten sich schließlich der wahrhaft „harten“ Prüfung. Allesamt Geländeräder von renommierten Fachhandelsmarken, die sich, behutsam modernisiert, seit vielen Jahren einen exzellenten Ruf bei Käuferschaft und Magazinen erworben haben – nicht zuletzt ob des attraktiven Preise von 1.400 bis 1.600 Euro.

Dabei bieten diese Bestseller einen weiteren, von den Marketingabteilungen der Hersteller gern verschwiegenen Vorteil: Im Vergleich zu ihren vollgefederten Pendants sind Hardtails wunderbar zeitlos! Mutiert ein frisch erworbenes Fully aufgrund ständig optimierter Kinematiken und stets wachsender Federwege oft schon in der Folgesaison zum Auslaufmodell, begleitet ein Hardtail viele Biker ihr Leben lang – und bleibt dabei durch die eher moderaten Veränderungen bei Federweg und Geometrie lange „state of the art“. Auch in dieser Hinsicht gilt: hart, aber fair!

Mehr 2009er-Bikes im Test:


Auf der nächsten Seite: » Hardtails im Test - Die Rahmen im Visier

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10.08.2009 © MountainBIKE Ausgabe 07/2009
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Autor: André Schmidt


Sieben wichtige Tipps zum Umgang mit Carbon-Bikes

Der Kohlefaserwerkstoff verlangt nach einer besonderen Behandlung. Hier die wichtigsten Tipps.


Media-Show: Fertigungsverfahren im Carbon-Rahmenbau

Carbon - Layup

Carbon - Muffen

Carbon - Tube to tube

Carbon - Monocoque


1. Richtige Behandlung

Pflegen Sie mit Carbon-Rahmen einen bewussteren Umgang als mit Alu-Modellen. Der Kohlefaserverbund steckt zwar Dauerbelastungen locker weg, reagiert aber auf Druckbelastungen sehr empfindlich.

2. Verhalten nach dem Sturz

Überprüfen Sie den Rahmen nach Stürzen auf Beschädigungen. Der Bruch entsteht jedoch häufig an der Rohrinnenseite, von außen nicht zu erkennen. Nach schweren Stürzen deshalb Rahmen einschicken.


3. Rahmenreparatur

Theoretisch wäre es möglich, kleinere Schäden selbst zu reparieren. Das funktioniert jedoch nur an unkritischen Stellen, die jedoch für Laien von kritischen nicht zu unterscheiden sind. Deshalb: Finger weg und Rahmen einschicken!


4. Dauerhaltbarkeit

Carbon-Rahmen stecken Dauerbelastungen in der Regel besser weg als Alu-Modelle. UV-Strahlen greifen Kunststoffe zwar an, es sind jedoch keine Fälle bekannt, dass diese Schädigung zu Bauteilversagen geführt hätte.


Carbon - Problem Klemmstelle
Vorsicht beim Einklemmen in den Montageständer.

5. Problem Klemmstelle

Carbon reagiert sehr empfindlich auf Klemmkräfte. Tipps: Carbonpaste und Drehmomentschlüssel verwenden, beim Einspannen im Montageständer die Stütze gegen ein altes Alu-Modell tauschen.


Carbon - Carbonpflege
Verwenden Sie ein Carbonspray nach dem Reinigen des Rahmens.

6. Carbonpflege

Reinigen Sie den Rahmen häufig mit Wasser, um Korrosion an den Alu-Kontaktstellen zu vermeiden. Anschließend sollten Sie den Rahmen mit speziellem Carbonpflegemittel behandeln.


Carbon - Richtig absägen
Richtiges Absägen verhindert das Aufspleißen der Fasern.

7. Richtig absägen

Wickeln Sie vor dem Sägen einen Streifen Klebeband um das zu kürzende Rohr (siehe Bild). Das verhindert das Aufspleißen der Fasern. Gegen nachträgliches Aufspleißen hilft etwas Sekundenkleber.



Mehr zm Thema:


Auf der nächsten Seite: » Von MB gemessen: Die Serienstreuung bei Carbon-Rahmen

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23.04.2009 © MountainBIKE Ausgabe 04/2009
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Autor: Rainer Sebal




Die besten Tipps bei Pannen auf Tour

 

Griff in die Trickkiste

Größere Pannen müssen auf Tour nicht das frühzeitige Aus bedeuten. MountainBIKE verrät die zehn besten Tricks für die Heimfahrt.

Mitten auf der Tour platzt Ihnen der Schlauch, die Bremsscheibe ist verbogen oder die Speiche bricht. MountainBIKE verrät Ihnen in der Mediashow die besten Tipps und Tricks, wie Sie trotz Schäden wieder schnell nach Hause kommen.


Media-Show: So reparieren Sie größere Pannen auf Tour

Werkstatt Mountainbike Pannen

Mountainbike Pannen

Werkstatt Mountainbike Pannen

Werkstatt Mountainbike Pannen
 

Tipps vom MountainBIKE Mechaniker


21.08.2008 © MountainBIKE Ausgabe 08/2008
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Boxenstopp

Brake – Federungs-Check – Go! Arbeiten Federgabel und Hinterbau nicht nach Wunsch? MountainBIKE zeigt Schritt für Schritt, wie Sie die ­Federungsperformance Ihres Bikes in Bestform bringen.

Federungs-Setup
Wie in der Formel 1: Nur ein perfektes Federungs-Setup bringt Top-Performance.

Puh, das war knapp. Endlich im Tal. Die Hände zittern, die Beine verkrampfen, der Rücken schmerzt. Völlig erschöpft giert der Körper nur noch nach absoluter Ruhe. Die ruppige Abfahrtspiste hatte es in sich. Die Gabel sprang ununterbrochen zwischen den Steinen und vermittelte häufig Überschlagsgefühle. Ständig rutschte das Hinterrad in der Kurve weg und wanderte immer mehr gen Abgrund. An der eigenen Fahrtechnik kann es nicht liegen. Da hilft wohl doch nur noch mehr Federweg. Nicht ganz richtig. Häufig hilft schon ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk.


Media-Show: Das perfekte Setup von Federgabel und Dämpfer

Setup Federgabel

Setup Federgabel

Setup Federgabel

Setup Federgabel


Federgabel und Dämpfer nehmen Fahrbahnstöße auf und senken somit die Belastung für den Fahrer. Gleichzeitig sorgen sie für mehr Traktion, da die Reifen über die Hindernisse rollen und nicht bei jedem Stein vom Boden abheben. Wie effizient das Fahrwerk den Fahrer entlastet und die Traktion erhöht, hängt allerdings stark von den jeweiligen Einstellungen ab.

Der Negativfederweg muss passen, damit Gabel und Dämpfer fein ansprechen, Schlaglöcher schnell ausgleichen und den kompletten Federweg ausnutzen. Was bringen 120 mm Federweg, wenn man auf der Tour nur 80 mm nutzt? Die richtige Zugstufe entscheidet, ob einem der Lenker ständig entgegenspringt oder die Gabel dem Untergrund entsprechend ideal ausfedert. Die Druckstufe regelt die Einfedergeschwindigkeit. Eine optimale Einstellung verhindert nerviges Wippen, sorgt aber trotzdem für ein ausreichend feines Ansprechverhalten.

Sie denken, dass diese unzähligen Einstellvorgänge nur Downhill-Profis und Fahrwerksspezialisten vorbehalten sind? Falsch! Jeder kann mit ein paar einfachen Handgriffen sein Fahrwerk auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen. Niemand muss sich mit einem schlechten Setup Trails hinauf- oder hinunterquälen. In der Mediashow zeigt MountainBIKE Schritt für Schritt, wie Sie zum optimalen Setup von Federgabel und Dämpfer kommen.

Ganz wichtig: Nehmen Sie sich Zeit für die Einstellungen, probieren Sie ruhig auch mal neue aus. MountainBIKE wünscht viel Erfolg.

Noch mehr Schrauber-Tipps:

Auf der nächsten Seite: » So stellen Sie Ihre Federgabel ein

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05.02.2009 © MountainBIKE Ausgabe 04/2008
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Autor: Rainer Sebal


 

Die perfekte Pflege: So strahlt Ihr Bike wie neu

Glanz & Glamour

Ihr Youngtimer ist Ihnen ans Herz gewachsen, soll wieder blitzen wie am ersten Tag? MountainBIKE gibt Tipps, wie Sie mit Ihrem Bike um die Wette strahlen.


Media-Show: Putzen, Lack ausbessern, polieren - So strahlt Ihr Rad wie neu

Bikepflege - Grundreinigung - Vorbereitung


Los geht’s mit einer ausführlichen Grundreinigung von Rahmen, Kette, Naben, Speichen und Felgen. Wenn der gröbste Dreck entfernt ist, muss der hartnäckige Schmutz in verwinkelten Ecken dran glauben. Außerdem gibt MountainBIKE Tipps zur richtigen Reinigung Ihrer Federelemente.

Sind Rahmen und Parts gereinigt, werden Lackschäden ausgebessert. Wie’s funktioniert, erklärt MountainBIKE in vier einfachen Schritten. Den letzten Schliff verleihen Sie Ihrem Gefährt dann mit Politur und anderen feinen Mittelchen.

Anschauungsunterricht gefällig? Klicken Sie sich durch die Mediashow und MountainBIKE erklärt Ihnen die einzelnen Schritte im Detail.

Noch mehr Werkstatt-Tipps:


18.12.2008 © MountainBIKE Ausgabe 12/2008
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Wahlhelfer

Sie wollen sich 2009 endlich ein neues Bike zulegen? Kein Problem, die MB-Kaufberatung führt Sie durch den Angebots-Dschungel.


Kaufberatung
Welcher Bike-Typ sind Sie? MB verrät's Ihnen.

Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Bike-Händler? Der schlechte ver­kauft Ihnen das Bike, das er loshaben möchte. Der gute verkauft Ihnen das Bike, das Sie wollen – und brauchen. Denn ein Mountainbike für alle Fälle, für jeden Einsatzzweck, das gibt‘s schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Der Markt unterteilt sich heute in immer feinere Segmente: Abhängig von Fahrstil und bevorzugtem Terrain gibt es für die vielen, höchst unterschiedlichen Bikertypen das jeweils passende Material. Gut so, denn schließlich stellt ein Cross-Country-Racer völlig andere Ansprüche an sein Rad als etwa ein abfahrtsverliebter Federwegs-Junkie.

Die Abgrenzung der einzelnen Kategorien ist für viele Biker allerdings alles andere als klar. Das ist auch wenig verwunderlich, verschieben sich die Grenzen doch jedes Jahr ein kleines Stück. Dass obendrein die Kategorisierung der Hersteller alles andere als einheitlich ausfällt, macht den Überblick nicht einfacher.

Auf den folgenden Seiten stellt Ihnen MB deshalb die wichtigsten Kategorien ausführlich vor und erklärt, wo die Unterschiede zu den anderen liegen und worauf Sie beim Kauf achten müssen. Damit Sie im riesigen Angebot den Überblick behalten, nennt MB die inter­essantesten Neuheiten für 2009 in den jeweiligen Klassen, zeigt die Anzahl der Modelle mit ihren technischen Daten sowie die Preise vom günstigsten bis zum teuersten Modell. Um Ihnen die Einschätzung der Neuerscheinungen weiter zu erleichtern, stellt MB je zwei Klassiker, also erfolgreiche und bewährte Bikes der jeweiligen Kategorie, vor.

Extrem günstige Bikes werden Sie auf den nächsten Seiten nicht finden. Aus gutem Grund: Wer nur wenige 100 Euro ausgeben kann oder möchte, greift vernünftigerweise zu einem preiswerten Hardtail – empfehlenswerte Fullys sind für so kleines Geld nicht zu haben. Bleibt zum Schluss die Frage, die Sie sich als Erstes stellen sollten:

Welche Kategorie ist die richtige für Sie? MB hilft Ihnen bei der Antwort.

Beantworten Sie einfach elf Fragen und MountainBIKE leitet Sie zur passenden Bikekategorie mit jeder Menge brandneuer 2009er-Bikes.

 

07.01.2009 © MountainBIKE Ausgabe 12/2008
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Autor: Alexander Walz


 

 

Acht Race-Hardtails im Test

 

Kraft-Werke

Die leichtesten und teuersten Hardtails der Welt im Vergleich: MB hat acht kompromisslos auf Speed gezüchtete Carbonbikes von der Leine gelassen.


Media-Show: Acht Race-Hardtails im Test - Plus: die Details der Bikes

Cannondale Taurine SL 1


Die Oberschenkel zum Zerreißen angespannt, der Blick starr nach vorne, das Finale im Visier. Schlussspurt. Jedes Muskelzucken provoziert Vortrieb. Gnadenlos schießt das schwarze Kohlekraftwerk mit seinem Anheizer über die Ziellinie. Sieg. Sieg für ein Carbon-Hardtail!

Auch wenn der Fully-Anteil im Rennzirkus steigt, sind Hardtails weiterhin Medaillengaranten – wie das Olympia-Gold von Julien Absalon auf dem Orbea Alma glänzend belegt. Denn: Leichter und direkter im Kraftfluss als ein Hardtail wird ein Fully nie sein. Nie sein können. Und genau darauf kommt es in einem Rennen, ob als Profi- oder Hobbyracer, an: minimales Gewicht und maximaler Vortrieb.

Acht dieser High­end-Boliden lud MB zu diesem Test ein: die besten und leichtesten Hardtails der Welt, kompromisslos auf Sieg getrimmt! Dabei trifft der Platzhirsch Scott Scale in der neuen RC-Variante auf ganz oder teilweise renovierte Herausforderer wie das Cannondale Taurine, das Rocky Mountain Vertex und das Specialized Stumpjumper; auf bewährte Rennfeilen wie Merida FLX, Simplon Razorblade und Storck Rebelion. Und auf das Goldstück, das Orbea Alma.

Alle acht rollen in ihrer jeweiligen Top-Ausstattung oder in der Team-Variante an den Start. Die Vorgabe: volle Renn- bei gleichzeitiger Alltagstauglichkeit. Windige Showparts – oft gefährlich, sinnlos oder überteuert – hatten keine Chance.

Dennoch: Die Preise für diese wahr gewordenen Kohlefaser-Träume sind auch so exorbitant. Aber sie sind gerechtfertigt, denn die Herstellung von Carbonrahmen ist aufwendige Handarbeit – grob gerechnet dauert die Fertigung eines Kohlefasermodells etwa vier Mal so lange wie die eines Aluminiumrahmens. Zudem kostet die Entwicklung wie der anschließende Prüfmarathon Zeit und Geld. Und: Ein Test, der den Anspruch hat, das schnellste Bike auf diesem Planeten zu finden, muss auch exakt dieses Material prüfen. Eben die Formel 1, nicht die GTI-Klasse. Aber keine Sorge: Jeder dieser Hightech-Boliden hat auch ein erschwingliches Pendant im Hausstall stehen. Meist mit dem gleichen oder einem etwas schwereren Carbonrahmen, mit einer günstigeren Gabel und "nur" auf XT/X.9-Niveau – zu halbwegs verdaulichen 2500 bis 3000 Euro.

Welche Unterschiede es auch in der Welt der Kohlefasern gibt, zeigen die verschiedenen Bauweisen. Fünf der acht Hersteller fabrizieren ihren Rahmen als Mono­coque, das aufwendigste und teuerste der "klassischen" Carbonverfahren. Der Rahmen wird in einer erhitzten Form – für jede Rahmengröße eine – an einem Stück zu einem Bauteil gebacken, überschüssiges Harz entweicht durch Über- oder Unterdruck. Scott fertigt das Scale in Tube-to-Tube-Bauweise. Ähnlich dem klassischen Rahmenbau werden hierbei vorgefertigte Rohre in einer Lehre eingespannt und mit Einkomponentenkleber sowie zusätzlichen Fasermatten verbunden. Ergebnis ist ein schlanker Rahmen mit zeitloser Optik. Einen Sonderweg gehen Simplon und Specialized mit einer Verbindungsmixtur aus Monocoque und Tube-to-Tube. Die Vorarl­berger ergänzen dies noch mit der Muffen-Bauweise: "Für jede Verbindung die richtige Technologie", so Simplon.

Welches der Verfahren nun das beste ist, lässt sich pauschal nicht beurteilen, zudem ist es mit der Bauweise alleine nicht getan. Die Art und Bündelung der Carbonfäden, die verwendeten Harze, die je nach Belastung und Kräfteverlauf angeordneten Faserrichtungen, die Nachbearbeitung – ein Carbonrahmen ist, im wahrsten Sinne des Wortes, vielschichtig.

Das gebräuchliche Maß zur objektiven Bewertung dieser Eigenschaften ist die Ermittelung der Lenkkopf- und Tretlager­steifigkeit. Auf dem Trail ergibt ein steifer Steuerkopf eine hohe Lenkpräzision, die Tretlagersteifigkeit zeigt, wie stark sich der Rahmen im Wiegetritt verwindet. MB misst diese Werte auf Prüfständen des renommierten Instituts EFBe, die Ergebnisse stehen in den Testbriefen: je höher der Wert, desto steifer der jeweilige Bereich. Wichtig: Die Messungen erfolgten erst nach dem gut einwöchigen Praxistest auf der hauseigenen MB-Cross-Country-Strecke und auf Trails im MTB-Mekka Latsch. Schließlich sollten die vier erfahrenen MB-Piloten bei den Testfahrten und dem anschließenden Ausfüllen der Bewertungsbögen unvoreingenommen ans Werk gehen.

Erstaunlich, wie massiv die Unterschiede im Labor ausfallen. So erreicht das Orbea bei der Lenkkopfmessung einen rund 50 Prozent schlechteren Wert als die Primusse Cannondale und Storck. Auch bei den Tretlagersteifigkeiten liegen zwischen Can­nondale (158 N/mm) und Rocky Mountain (110,4 N/mm) kleine Welten. Aber ist ein steifer Rahmen im Gelände wirklich spürbar und vor allem auch signifikant besser? Ja und nein! So bekamen in der Praxis Cannondale und Storck tatsächlich überragende Noten in Bezug auf ihre Lenkpräzision. Andererseits wurden die eher soften Kandidaten Orbea und Rocky als angenehm und "Fehler verzeihend" eingestuft. Auch beim Tretlager scheint es einen "grünen Bereich" zu geben. So ist etwa das Specialized im Labor klar weicher als Storck & Co., wurde im Zusammenspiel mit der Kurbeleinheit aber dennoch von den Testern als sehr steif empfunden. Lediglich beim Rocky müssen kräftige Fahrer in diesem Punkt Abstriche machen.

Ein leichter Rahmen ist in dieser Kategorie ohne Frage das entscheidende Verkaufsargument. Aber: Das Thema Sicherheit darf auf keinen Fall außen vor bleiben! Daher hat MB zusammen mit EFBe und der Bike-Industrie eine Prüfnorm entwickelt, die das Überdrehen der Spirale aus immer leichter und immer steifer verhindern soll.

Doch nicht nur steif, leicht und sicher sollen die Carbonbikes sein, immer mehr gewinnt auch der Fahrkomfort an Bedeutung. Viele Hersteller spendieren ihren Hardtails mit flexenden Hinterbaustreben oder spezieller Faseranordnung ein merkliches Plus an Dämpfung. Trotzdem hat MB nach langem Diskurs auf eine Messung und Benotung des Rahmenkomforts verzichtet. Denn die aktuellen Messstandards bewerten nur den Komfort im Sitzen – aber gerade Racer verbringen meist mehr Zeit stehend auf dem Bike; sei es bei der Abfahrt, sei es im Wiegetritt. Zudem lieben viele Rennfahrer das direkte Feedback vom Untergrund – wie etwa beim Storck. Dennoch: Wenn sich ein Bike subjektiv angenehm fährt, ist dies in den Testbriefen vermerkt. Meist hängt das jedoch nicht nur mit dem Rahmen, sondern auch mit der Breite der Reifen oder dem Flex der Anbauteile zusammen.

Acht Race-Hardtails – das sind acht fast identische Geometrien mit bewährten CC-Winkeln und Oberrohrlängen zwischen 590 und 605 mm. Und dennoch sind es Bikes, die sich im Fahrverhalten merklich unterscheiden – was schon bei der breiten Palette der Federgabeln deutlich wird. So agiert die drei Mal verbaute Rock Shox SID eher straff, ist der typische Vertreter einer modernen Race-Forke. Auch die Specialized Futureshock, die Magura Durin und, aufgrund des geringen Federwegs, die Manitou R7 sind renn-optimiert. Sportlich, aber dennoch speziell im unteren Dämpfungsbereich merklich komfortabel dämpfen die nur einmal bestückten Fox F100 sowie die Cannondale Lefty.

Generell sind die mit Weltcup-Ehren garnierten Bikes von Merida und Orbea CC-Racer alter Schule mit tiefer, vortriebsorientierter Sitzposition und direktem Handling. Simplon und Storck zielen mit ihren steifen und leichten Rahmen ebenfalls auf siegeshungrige Racefans ab, sind mit ihrer soliden Ausstattung wie den griffigen Nobby-Nic-Reifen oder den breiten, nach hinten gekröpften Lenkern aber auch für Marathons und lange Touren prädestiniert. Auch das Rocky schlägt eher in diese Langstrecken-Kerbe. Als Vertreter der "New-School-Racer" zeigt sich dagegen das Specialized: Auf der einen Seite leicht, steif und fordernd, ist es auf der anderen Seite mit kompakter und ins Bike integrierter Sitzposition extrem wendig, fast verspielt – eindeutig optimiert auf die technischen und verwinkelten Weltcup-Kurse. Auf denen fühlen sich auch die nahezu perfekt ausbalancierten Hardtails von Cannondale und Scott sichtlich wohl. Beide ergänzen volle Renneignung zudem mit enormer Breitbandigkeit, im Falle des Taurine bis hin zum Alpencross. Wie das? Ganz einfach: Die Gabel bietet viele Reserven, in den Hinterbau passen 2,4"-All-Mountain-Reifen, dazu noch ein Lowrise-Lenker und ein Sattelschnellspanner: Fertig ist das 10-Kilo-Alpengeschoss und damit, wie auch etwa das Simplon, ein Paradebeispiel dafür, wie vielseitig diese auf den ersten Blick so knochentrockene Kategorie ist!

FAZIT: Ob knallhartes Profigerät, agiler Trailflitzer oder austrainierter Langstreckenbolide – die Carbon-Hardtails bieten eine erstaunliche Vielfalt, machen mächtig Laune. Am Ende rast das Scott Scale zuerst ins Ziel, weil es bergauf wie bergab stets an der Spitze fährt und auf dem Trail mit tollem Handling überragt. Die Medaillenränge erringen Cannondale und Specialized – wobei das Stump­jumper nur aufgrund der etwas unsensiblen Gabel am "überragend" vorbeirauscht.

Best of Test 2008:

Auf der nächsten Seite: » Die Labor-Werte der Testbikes


08.01.2009 © MountainBIKE
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Autor: André Schmidt



 

Über alle Berge

All-Mountain-Fullys sind wahre Alleskönner. Effizient bergauf, komfortabel genug für lange ­Ausritte, stecken sie auch bergab voller Fahrspaß. Kurzum: All-Mountains empfehlen sich als die idealen Begleiter in den Alpen. Zwölf Modelle im großen MountainBIKE-Test.

Commencal Meta 5.5.1
And the winner is:

Commencal Meta 5.5.1. Testsieger bei den All-Mountain-Bikes.

All – alles. Ein kleines Wörtchen, das die gesamte Bike-Branche nicht revolutio­niert, aber entscheidend verändert hat. Und ein kleines Wörtchen, hinter dem sich eine Idee verbirgt, die einem simplen, alten Ansatz obliegt. All-Mountain, das ist ein Bike für alles. So wie früher in den wilden Anfängen dieses wundervollen Sports, als ein paar scheinbar Verrückte auf umgebauten Beach-Cruisern einfach nichts anderes taten, als die kalifornischen Berge rauf und runter zu fahren. Frei aller in Kataloge gepresster Zwänge.

Doch was ist All-Mountain wirklich? Ein Blick auf einen Testtag der MB-Crew hilft. Da kurbelt Testchef Alexander Walz entspannt einen unendlich scheinenden Schotteranstieg herauf. Da zirkelt Testfahrer und Hobby-Dual-Weltmeister Fabian Scholz punktgenau sein Rad über einen Cross-Country-Trail. Da rauscht Deutschlands Downhill-Ikone Marcus Klausmann bar jeder Schwerkraft die Hänge herunter.

 

24.01.2008 © MountainBIKE Ausgabe 1/2008
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Autor: André Schmidt


Best of Test

Mit diesen Bikes liegen Sie garantiert richtig. MountainBIKE stellt die aktuellen Top-Modelle vor - von den Race-Fullys über Tourer und All-Mountains bis zu den leichten Enduros.

Das Müsing Offroad Lite räumte in der Kategorie Hardtails ab und sicherte sich mit seiner stimmigen Geometrie und dem geringen Gesamtgewicht (10,1 kg) den Titel "Testsieger" in Ausgabe 04/2008. Das Scott Scale 40 sammelte nicht nur Pluspunkte mit seinem edlen Rahmen und der funktionalen Ausstattung, sondern bestach auch durch den Preis - der Kauftipp der MountainBIKE-Redaktion.


Media-Show: Best of Test: Die Top-Bikes aller Klassen

Müsing Offroad Lite
Scott Scale 40
Specialized Stumpjumper FSR Comp
Bulls Wild Mojo²


Bei den Tourenfullys aus Heft 05/2008 setzte sich das Specialized Stumpjumper FSR Comp dank seiner Bestnoten in Praxis und Labor an die Spitze. Der Kauftipp ging an das Bulls Wild Mojo 2, das mit Solidität und Effizienz punktet.

Gibt es ein gutes Fully unter 1.800 Euro? Diese Frage stellten sich die MB-Redakteure in Heft 06/2008 beim Bestseller-Fully-Test. Dabei testeten sie acht Bikes aus dem Handel und vier vom Versender. Bei den Bikes aus dem Handel machte das Cube AMS Pro K18 das Rennen, bei den Versender-Bikes das Canyon Nerve XC 6.0. Der Kauftipp ging an das Focus Super Bud aus dem Handel und das Radon QLT Race 6.0.

In der Kategorie „Race-Fullys“ (Test in MB 12/2007) strichen gleich zwei Bikes die Traumnote „überragend“ ein. Zum einen das Scott Spark 10, das mit einem Top-Fahrwerk glänzt. Als Lohn gab’s dafür den Testsieg. Ebenfalls hervorragend: das Stomp MR-3 von Simplon mit seinem traumhaft leichten Carbonrahmen.

Der Testsieg bei den Touren-Fullys in MB 03/2008 ging an das Trek Fuel EX 9.5 OCLV. Das wieselflinke Bike überzeugte die MB-Tester auf der ganzen Linie. Einen Kauftipp holte sich das Giant Trance X 0 ab – vor allem wegen seiner perfekten Downhill-Eigenschaften.

„Boah, das passt“ – so das emotionale Urteil der Testcrew zum Commencal Meta 5.5.1. Das Fully aus der französischen Bikeschmiede dominierte den Allmountain-Test in MB 01/2008 und holte sich verdient den Testsieg. Einen Kauftipp erntete das AMR Plus 9000 von Ghost. Seine Stärken: die gelungene Geometrie und ein famoses Fahrwerk.

Im zweiten Allmountain-Test des Jahres (MB 04/2008) überzeugte mit dem Canyon Nerve AM 8.0 ein Versender-Bike. Für die Top-Ausstattung des Nerve, gepaart mit Fahrspaß im Up- und Downhill, gab's den MB-Testsieg. Einen Kauftipp verdiente sich das Cube Stereo K 18 - vor allem wegen seiner traumhaften Bergab-Qualitäten und seines Top-Hinterbaus.

In der Enduroklasse (MB 02/2008) setzte sich ebenfalls ein Versender-Bike durch. Das Torque ES 9.0 von Canyon präsentierte sich als ausgewogener Alleskönner – und das trotz 160 Millimeter Federweg vorne und hinten. Gleich zweimal verteilte die Testcrew bei den Enduros einen Kauftipp: an das Cheetah Mountain Spirit und das Morewood Mbuzi. Beide holten sich bei der Downhill-Performance Bestnoten.

Viel Bike fürs Geld bekommen Käufer bei den Top-Bikes in der Kategorie „Versender-Hardtails“ - getestet in MB 03/2008. Sowohl das Grand Canyon 6.0 von Canyon als auch das Red Bull AL-200 Werks gibt’s für 1000 Euro. Dafür erwartet einen beim Canyon ein Top-Sportler und beim Red Bull ein sehr breitbandiges Bike mit Hightech-Rahmen.

Noch mehr aktuelle Bikes im Test:


16.07.2008 © MountainBIKE
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Autor: Holger Schwarz

Aktualisiert ( Montag, 04. Januar 2010 um 14:17 )